Vita

Anna Herbst wurde in Bensberg bei Köln geboren und wuchs in Köln auf.

Seit ihrem siebten Lebensjahr sang sie im Chor des Kölner Komponisten und Kirchenmusikers Heinz-Martin Lonquich und erhielt dort ihren ersten Gesangsunterricht.

Ab 2004 studierte sie als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Henner Leyhe und setzte dort ihr Diplomstudium bei Prof. Josef Protschka fort. 2010 schloss sie mit den Diplomen in Künstlerischer Ausbildung (Opern- und Konzertgesang) und Gesangspädagogik ab.

Darauf folgte ein Masterstudium Operngesang bei Prof. Kai Wessel an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, das sie 2012 mit „sehr gut“ abschloss, sowie ein Aufbaustudium zum Master of Music Barockgesang am Institut für Alte Musik Köln, das sie 2014 ebenfalls mit „sehr gut“ absolvierte.

Anna Herbst war Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung, Preisträgerin beim Bundeswettbewerb Gesang auf Landesebene, Finalistin des Liedwettbewerbes der Hochschule für Musik und Tanz Köln 2013 und des Podium junger Gesangssolisten des Verbandes deutscher Konzertchöre 2015.

Zur Vervollständigung ihrer Ausbildung nahm sie an zahlreichen Meisterkursen im In- und Ausland teil; unter anderem bei Edita Gruberova, Dame Emma Kirkby, Silvana Bartoli-Bazzoni, Paul Agnew, der Lautten Compagney Berlin, Sissel Hoyem-Aune, Kristina Laki, Arthur Janzen, Helen Kwon, Jeanne Piland und Karl Kammerlander.

Ihre Konzerttätigkeit führte Anna Herbst in die Tonhalle Zürich („In the Spirit of DaDa“), die Kölner Philharmonie („Weihnachtsoratorium“, „Magnificat“, „Kiddush“,„Beatus Vir“), den großen Sendesaal des WDR in Köln („Mysteries of the Macabre“), die Tonhalle Düsseldorf („King Arthur“) das Beethovenhaus Bonn sowie nach Frankreich, Italien, Liechtenstein und in die Schweiz.

Auf der Opernbühne verkörperte sie zahlreiche Partien, deren stilistisches Spektrum vom Frühbarock über Mozart bis zur zeitgenössischen Literaturoper reicht.

Sie war in der Oper Köln („Orpheus in der Unterwelt“, „Freischütz“), dem Theater Aachen („La descente d’Orphée aux enfèrs“) und dem Theater Lübeck („Im Weißen Rössl“, „Evita“, „Hänsel und Gretel“, „Armide“) zu erleben. In der Spielzeit 2014/15 gehörte sie dem internationalen Opernelitestudio am Theater Lübeck an.

2016 sang sie die Hauptrolle der „Silvia“ in ETA Hoffmann’s Oper „Liebe und Eifersucht“ am Theater Rigiblick in Zürich.

Anna Herbst hat sich immer besonders gerne der Alten und der zeitgenössischen Musik gewidmet. Regelmäßig wird sie für Uraufführungen nach Zürich eingeladen („Oh Vielgeliebte“ 2011, „Eros“ 2012, „Beim Hut des Hermes“ 2013, „Eva“ 2015, „Dädaleum“ (Festspiele Zürich 2016).

In diesem Jahr wird sie zeitgenössische Werke von Jean-Philippe Dartois, Christian Glowatzko und Alfred Bösendorfer auf CD einspielen.